Eine gute Wurstplatte ist nicht einfach eine Reihe von Scheiben auf einem Brett. Sie ist ein Gleichgewicht aus Geschmack, Texturen und Farben, mit einigen gut gewählten Beilagen. So stellen Sie eine Platte zusammen, die Eindruck macht, ohne den ganzen Abend in der Küche zu stehen.
Regel Nr. 1: 3 bis 5 Wurstsorten, nicht mehr
Zu viel Auswahl verdirbt den Genuss. Setzen Sie auf 3 Produkte für einen kleinen Aperitif, 5 für eine große Tafel, und wechseln Sie die Familien ab:
- Ein Saucisson oder eine Trockenwurst: der Biss, der kräftige Geschmack. Ein handwerklicher Saucisson sec oder eine prämierte Trockenwurst.
- Ein luftgetrockneter Schinken: das Schmelzende. Auvergne g.g.A., Serrano oder, für besondere Anlässe, Bellota.
- Eine Wurst mit Charakter: milder oder scharfer Chorizo.
- Ein feines Stück: iberischer Lomo oder katalanischer Fuet, für die Leichtigkeit.
- Etwas zum Streichen (optional): Rillettes, Terrine oder Pastete.
Regel Nr. 2: die richtigen Mengen
Rechnen Sie mit 40 bis 60 g pro Person, wenn die Platte vor einer Mahlzeit serviert wird, und mit 100 bis 150 g, wenn sie die Mahlzeit ersetzt. Für 8 Personen beim Aperitif-Dinner: etwa 1 kg Wurstwaren, also ein Saucisson, ein Chorizo, ein Fuet, 200 g geschnittener Schinken und ein Lomo. Alle Richtwerte finden Sie in unserem Ratgeber Wie viel Wurst pro Person.
Regel Nr. 3: Beilagen, die alles verändern
- Brot: ein Baguette tradition, Landbrot oder geröstete, mit Tomate eingeriebene Toasts für die spanische Note.
- Knackiges: Cornichons, Perlzwiebeln, Sellerie, Radieschen.
- Süßes: frische oder getrocknete Feigen, Trauben, Chutney, Honig. Süße bringt den luftgetrockneten Schinken zur Geltung.
- Käse: höchstens ein oder zwei. Saint-Nectaire oder Cantal zum Auvergne, Manchego zu Spanien.
- Oliven und geröstete Mandeln zum Knabbern zwischen zwei Scheiben.
Regel Nr. 4: Anschnitt und Präsentation
Nehmen Sie alle Wurstwaren 30 Minuten vorher heraus, damit sie Zimmertemperatur haben. Schneiden Sie Saucisson und Fuet in leicht dickere Scheiben, Chorizo und Lomo hauchdünn, und legen Sie den Schinken in gefalteten oder gerollten Scheiben aus, um Volumen zu schaffen.
Wechseln Sie auf dem Brett die Farben ab: das Rot des Chorizo, das Rosa des Schinkens, das Braun des Saucisson. Geben Sie die Beilagen in kleine Schälchen, damit sich die Säfte nicht vermischen. Und lassen Sie von jeder Wurst ein ganzes Stück auf dem Brett: Das sieht gut aus, und die Gäste schneiden selbst weiter.
Drei Platten-Ideen je nach Anlass
- Auvergne-Platte: handwerklicher Saucisson sec, prämierte Trockenwurst, Auvergne-Schinken g.g.A., Saint-Nectaire, Landbrot, Cornichons.
- Tapas-Platte: milder und scharfer Chorizo, Lomo, Serrano, Fuet, Manchego, Oliven, Tomatenbrot.
- Festplatte: Bellota-Schinken, Lomo, Saucisson, Feigen, Honig, Mandeln und ein guter Wein.
Häufige Fragen
Kann man eine Wurstplatte am Vortag vorbereiten?
Besser am selben Tag schneiden, frühestens eine Stunde vorher, und die Platte abdecken. Geschnittene Wurst trocknet schnell aus.
Welches Brett verwenden?
Holz oder Schiefer, egal: Hauptsache, es ist groß genug, damit sich nichts überlappt.
Welcher Wein zu einer Wurstplatte?
Ein leichter, fruchtiger Rotwein, ein trockener Rosé oder ein spritziger Weißwein. Alles dazu in Welcher Wein zu Wurst.
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